Gorleben is a community in the north east of Lower Saxony in Germany. Nearby is an intermediate storage facility for nuclear waste. Since 1995, 102 containers with German radioactive waste, which was reprocessed in France and England, were put there in storage aboveground. In addition, there is a pilot mine in the Gorleben salt dome to explore geological conditions for a final repository for nuclear waste. Previous transports to Gorleben and the current research cause massive protest actions and blockades with more than 150000 people. The activists formulate many arguments against a storage of nuclear waste in Gorleben. At the beginning, Gorleben was chosen because of the proximity to the GDR border, the sparse local populace and in order to strengthen the structural weak region. All these arguments do not apply anymore. The place is absolutely inappropriate to store nuclear waste. Geological reports prove an insufficient overburden and a dangerous connection with phreatic water. These are the two main problems of the final storage. There has to be a long distance to the surface and it has to be sure, that no water can get in. If radioactive material gets in the phreatic water, an intern radiation exposure of the population is very likely. The eligibility of salt is disputed, too. It can move, is water soluble and decomposes with radioactive radiation. Also dangerous is the close river Elbe, whose size and development cannot be predicted. Some natural gas is situated under the salt dome, which already caused an explosion in the GDR. These are only some reasons against a final repository Until today, we do not have a decision. An open-ended search for a solution of the problem of the nuclear waste in Germany was started. Many politicians prefer Gorleben, because they invested a lot in its exploration and almost the whole German atomic waste is already located there. Until further notice, a development freeze is in force. This situation was extended in February 2017. This means, that the current situation cannot be changed in order to maintain Gorleben as a possible repository.

Wohin mit dem Atommüll?

Gorleben ist eine Gemeinde im Nordosten von Niedersachsen. Nahe dem Ort liegt ein Atommüll- Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall. Seit 1995 wurden dort 102 Behälter deutschen Atommülls, der in Frankreich und England aufbereitet wurde, oberirdisch eingelagert. Außerdem wird seit 1963 der Salzstock Gorleben erkundet, ob er die geologischen Gegebenheiten als Endlager für Atommüll aufweist. Vor allem bisherige Transporte nach Gorleben, aber auch die Untersuchungen sind Anlass für massive Protestaktionen und Blockaden mit mehr als 15000 Menschen. Die Aktivist*innen formulieren viele Argumente gegen eine Lagerung von Atommüll in Gorleben.

Gorleben wurde anfangs unter anderem wegen seiner Nähe zur DDR, der knappen Bevölkerungsdichte und zur Aufwertung der strukturell schwachen Region an der innerdeutschen Grenze ausgewählt. Diese Argumente haben schon lange keine Gültigkeit mehr. Als Standpunkt ist es vollkommen ungeeignet. Geologische Gutachten verweisen auf ein unzureichendes Deckgebirge und gefährliche Verbindungen zum Grundwasser. Das sind die beiden größten Probleme der Endlagerung. Der Abstand zur Erdoberfläche muss sehr groß sein und es muss gewährleistet sein, dass kein Wasser eindringen kann. In Gorleben ist kein Deckgebirge vorhanden, welches als Wasserbarriere dienen soll. Über Grundwasser und Nahrungsaufnahme kommt es zu inneren Strahlenbelastungen bei der Bevölkerung. Auch die Eignung von Salz ist höchst umstritten. Es ist voller Anhydridschichten, die zu Wasserwegen werden können. Außerdem bewegt es sich, ist wasserlöslich und zersetzt sich durch radioaktive Strahlung. Gefährlich ist auch der nah gelegene Fluss Elbe, dessen Verlauf und Größe man nicht für die kommenden Jahrtausende vorhersagen kann. Außerdem befinden sich unter dem Gorlebener Salzstock Erdöl- und Erdgasblasen, was schon einmal in der DDR zu einer Explosion geführt hat. Das sind nur einige Gründe gegen Gorlebe als Endlagerstätte für Atommüll. Von der Regierung wurden viele Sicherheitskriterien abgeändert und an Gorleben angepasst, doch es ist und bleibt ein inakzeptabler Plan.

Bis heute ist keine Entscheidung getroffen worden, eine ergebnisoffene Suche in ganz Deutschland soll eine Lösung für die Problematik der Endlagerung des hochradioaktiven, wärmeentwickelnden Atommülls finden. Gorleben wird von vielen präferiert, weil einerseits schon viel in die Erkundung dort investiert wurde und andererseits ein Großteil des deutschen Atommülls vor Ort gelagert ist. Die Situation ändert sich mit den wechselnden Regierungen von Niedersachsen. Bis auf weiteres gilt in Gorleben eine Veränderungssperre, die im Februar 2017 verlängert wurde. Sie besagt, dass an dem jetzigen Zustand des Bergwerks nichts verändert werden darf, um es als möglichen Endlagerungsort nicht zu verlieren.

Location

Gorleben, Niedersachsen, Germany: https://www.google.de/maps/place/29475+Gorleben/@53.0382373,11.336824,13z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47ae59bebb1cf1a9:0xefc5c75909817db5!8m2!3d53.0469492!4d11.3555325?hl=de

Environmental impact

  • Waste, waste disposal, and toxicants

Ethical/ legal issues

  • A clean and prosperous environment and a safe and pleasant habitat

Information sources & materials

Scientific/ academic journal papers

file:///C:/Users/User/Downloads/2016-08-29_Chronologie-Gorleben.pdf

http://www.umwelt.niedersachsen.de/themen/atomaufsicht/endlager/erkundungsbergwerk_gorleben/bergwerk-gorleben-9070.html

 

 

 

 

Online books and newspaper, magazine, encyclopedia, or blog articles

https://www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/lagerung-von-atommuell/gorleben/ (Journal/Zeitschrift)

http://www.zeit.de/2015/13/gorleben-kernkraft-atommuell-lager (Journal/Zeitschrift)

Legal & public policy reports and documents

https://www.bund.net/atomkraft/atommuell/hintergrund/gorleben/

 

Other Sources & Materials

http://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/die-endlagerung-radioaktiver-abfaelle/https://www.neureuters.de/umwelt/gorleben/

Contributor(s)

Rita Trautmann, rita.trautmann@arche-nova.org

Related Blog Posts

Where to put our nuclear waste?

Content repository

TypeFile NameDescriptionSize

jpg
Castor-zug142k